Infografik: Leben für die Tonne

Heute leben wir in einer Überflussgesellschaft, in der es sogar möglich ist, Lebewesen in den Müll zu werden – oder eben direkt hierfür zu produzieren. Traurig, aber die Realität in der kapitalistischen Marktwirtschaft.

Infografik: Produziert für die Tonne


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Hintergründe:

Wir Menschen in Deutschland leben in einer wahren Überflussgesellschaft: Wir produzieren mehr, als wir brauchen und auch überhaupt essen können. Aber es sollte natürlich stets viel im Angebot sein, da ja niemand gerne auf sein Steak verzichten möchte, weil es gerade ausverkauft ist.

Diesem Verlangen kommt die Industrie gerne nach und produziert viel zu viel. Dieses Überangebot kann nicht auf dem deutschen Markt verkauft werden (“Marktsättigung”) und gelangt deshalb in den Export oder u.a. in andere Erzeugnisse als Nebenprodukte.

Obwohl der Preis theoretisch steigen müsste, wenn mehr produziert, als gebraucht wird, macht das perfide System der Tierindustrie Profite weiterhin möglich: Extrem effiziente Tiere werden gezüchtet und extrem effizient ausgebeutet und im Akkord mit extrem effizienten Gastarbeitern geschlachtet.

Beispielsweise werden jährlich ca. 48.000.000 männliche Küken in der Eierindustrie geschreddert oder vergast. Diese Lebewesen sind also einfach ein einkalkuliertes Abfallprodukt.

Quellen:

Für diese Grafik basieren einerseits aus der Sonderausgabe des Fleischatlas von 2014 der “Heinrich Böll Stiftung” über das Thema “Abfall und Verschwendung” und aus dem ebenfalls sehr zu empfehlenden Buch “Iss’ was?! Tiere, Fleisch & Ich”.

Hinweise:

Wer diese Bilder nutzen möchte, muss sich mit ein paar Dingen vertraut machen. Bitte lest hier den Grundlagenartikel zu den Medien bei KINDER-ESSEN.com